Oh Mensch,
du vergiftest meine Flüsse,
verpestest meine Luft,
verseuchst meine Böden,
und tötest meine Kinder.
Sag mir, oh Mensch, sag mir,
wer glaubst du zu sein?
Jeder kleinste Funke deines fragilen Lebens,
jede Sekunde deiner noch so bedeutungslosen Existenz,
verdankst du mir,
doch sehe ich in deinen einst so schönen Augen keine Dankbarkeit,
kein Schuldgeständnis, keine Reue und keine Liebe,
denn auf dem Pfad den du stolz selbst geteert hast,
hast du deinen Verstand am Wegesrand verloren,
genauso wie du dich selbst verloren hast.
Betrunken von Reichtum, Macht und Gier
torkelst du deinem Abgrund entgegen,
verteilst mein Leib, als hättest du ihn selbst geschaffen,
erstiehlst dir Wohlstand durch Ausbeutung,
nur um den Preis des Schweigens mit meinem Blut zu bezahlen,
kennst keine Skrupel, auch nicht gegenüber deinesgleichen,
denn die Spirale der Unvernunft scheint verführerisch hell
im Glanz des Goldes.
Trotz allem, was du mir angetan hast und antun wirst,
blicke ich mit Hoffnung in deine Zukunft,
auf das deine Augen wieder sehen,
und du dich losreißt von den Schatten an der Wand,
deines selbstgebauten Kerkers,
denn ich liebe dich wie mein eigen Fleisch und Blut,
doch es wird kalt in meinem Herzen und ich weiß nicht,
wie lange ich dich noch zu wärmen vermag.